Playing for Eurydice ist die Quintessenz einer spannenden künstlerischen Begegnung. Am Anfang des Projektes steht das Bedürfnis von Ensemble l’Autre mOnde, Helena Bittencourt und Goos Meeuwsen danach zu suchen, wie die Barockmusik und die Kunst des modernen Clowns das Fundament einer gemeinsam Show bilden. Im Zusammentreffen der Musik, leidenschaftlich, melancholisch und reich an Kontrasten mit der theatralen Ausrdrucksform im Stil des Nouveau Cirque entsteht dabei eine neuartige Ästhetik.

Wer wäre besser geeignet als Orpheus, das Forschen und Finden eines neuen poetischen Wegs in der Fusion zweier Disziplinen zu verkörpern?
Orpheus, der erste Künstler...
Orpheus, der aus Liebe in den finstersten Hades herabstieg
und die Götter der Unterwelt durch seinen Gesang verzauberte...
Orpheus, das Symbol ewiger Inspiration…

Eine fein austarierte Abstimmung, bei der Musik und Geste sich in eine völlig neue Sprache verwandeln, wobei Ideen die denkbar dichteste Form annehmen. So wird der Zuschauer in eine andere Dimension versetzt, in der nur noch die Wahrnehmung von Sehen und Hören existiert. Zeit und Ort gewinnen eine andere Bedeutung, die Luft um uns herum nimmt eine andere Gestalt an und die Poesie wird greifbar.

Auf der Bühne verkörpern die Musiker, dem Mythos folgend die Affekte des Orpheus, mit größtmöglichem Raum für Kreativität und mit absoluter Einfachheit, überzeugt davon, dass die Schönheit und die Stärke des Stückes in der Reduktion der Mittel liegen. Durch den Fokus der Künstler und die Lichtinszenierung intensivieren die beiden Künste wechselseitig ihre Dramatik und generieren pure Emotion. Ein Lied über die Grenzen der sichtbaren Welt hinaus - Playing for Eurydice.